Grübeln

 

Kennst du das auch, da ist man todmüde, könnte im Stehen einschlafen und trotzdem kommt man nicht zur Ruhe. Man wälzt sich im Bett hin und her – der Alltag lässt einen einfach nicht los – das Gedanken-Karusell im Kopf dreht sich unaufhörlich weiter. Zudem kommen die Gedanken: „Ich muss schlafen, damit ich fit für den nächsten Tag bin.“ Aber mit diesem ganzen Druck ( „Ich muss…“ ) findet man natürlich keinen erholsamen Schlaf. Was aber kann ich tun, dass mein Kopf und auch ich zur Ruhe kommen?

Wer immer wieder ins Grübeln verfällt, kann dieses Verhalten nur sehr schwer abstellen.

Laut Recherche ist es häufig spätabends am schlimmsten, so dass sich die Betroffenen im Bett hin und her wälzen und vor lauter Grübeln nicht einschlafen, bzw. nicht durchschlafen können und so am nächsten Tag müde, erschöpft und zum Teil unkonzentriert sind. Der erholsame Schlaf blieb in seiner Quantität und Qualität aus.

Unser menschliches Gehirn hat eine bemerkenswerte Fähigkeit, sich nahezu alle denkbaren Situationen, die in der Zukunft eintreten könnten, auszumalen. So können mögliche Probleme vorhergesehen und mögliche Lösungen entwickelt werden, um vorausschauende Entscheidungen treffen zu können. Problematisch wird es, wenn das Leben und die Gesundheit durch das permanente Grübeln beeinträchtigt werden. Das ist dann der Fall, wenn z.B. die Laune sehr häufig leidet, weil immer wieder negative oder angstbesetzte Situationen gedanklich durchgespielt werden, man nicht ein- und durchschlafen kann, weil der Kopf ständig arbeitet, es schwer fällt sich auf andere Dinge zu konzentrieren und die Freude an früheren Hobbies oder Aktivitäten ausbleibt.

Es gibt zwei Arten von Grüblern:

  1. die „Wiederkäuer“. die vergangene Situationen ständig durchdenken und analysieren und
  2. die permanenten Sorgenkinder, die sich permanente Sorgen über Dinge in der Zukunft machen.

Beiden gemeinsam ist, dass sie nicht im Hier und Jetzt leben.

Hier ein paar Tipps, wie man das Grübeln verringern und nach und nach abstellen kann:

  • Bewusst machen, dass man grübelt. Grübeln passiert meist unbewusst und verschlingt häufig eine Menge Zeit, ohne ein Ergebnis. Klatschen Sie hierzu hin und wieder laut in die Hände und rufen laut STOPP (= „Gedankenstopp“). Diese Methode wirft Sie gedanklich aus Ihrem Gedanken-Karussell.
  • Häufig sind die Gedanken, die man sich macht, völlig übertrieben. Beim Reflektieren kann man feststellen, dass man sich die Situation viel schlimmer ausgemalt hat, als sie überhaupt eintreten könnte. Probieren Sie es, hinterfragen Sie sich, kann das überhaupt eintreten?
  • Abstellen von „wiederkäuenden“ Gedanken. Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern. Es kostet Energie und belastet und ist nicht zielführend. Besser nutzt man diese Energie, um über Probleme oder Situationen im Hier und Jetzt nachzudenken und Lösungen zu suchen. Schreiben Sie sich hierzu das Problem auf und welches Ziel Sie erreichen wollen. Wenn dieses Ziel zu weit entfernt ist, unterteilen Sie es in Unterziele und überlegen Sie, wie Sie dieses jeweilige Unterziel Schritt für Schritt erreichen können. Brain storming –  was käme als Lösung in Frage? Das Erreichen von Unterzielen spornt Sie an, das nächste Etappenziel zu erreichen. Feiern Sie das Erreichen Ihrer jeweiligen Ziele, das motiviert Sie.
  • Achtsamkeitsübungen
    Wie z. B. Meditation, Autogenes Training, Yoga, Visualisierungen oder den sogenannten body scan.
    Hier muss jeder für sich herausfinden, was ihm Freude bereitet.
  • Ändern Sie Ihre Denkweise
    Verbieten Sie sich nicht das Grübeln, sonst werden Sie erst recht grübeln (das ist wie mit dem rosaroten Elefanten), sondern lenken Sie sich z.B. durch angenehme, schöne Dinge, die Sie gerne tun ab. Gehen Sie mal wieder ins Kino, ins Konzert, treffen Sie sich mit Freunden und haben gemeinsam Spaß, treiben Sie Sport oder gehen Sie in die Saune. Alles ist erlaubt!

 

Viel Erfolg bei der Umsetzung. In diesem Sinne

WERDEN SIE ZUM DIRIGENTEN IHRES LEBENS

Ich unterstütze Sie gerne beim Erreichen Ihrer Ziele!