Digital Detox – digitale Entgiftung

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Wir leben in einem immer schneller werdenden digitalen Zeitalter. Der Laptop, das Smartphone, das Tablett, das Navigationssystem… gehören mittlerweile zu unserem normalen zivilisierten Leben dazu.

Wer bewusst lebt hat in erster Linie gesunde Gewohnheiten, die er sich mit Absicht angewöhnt hat. Wie z.B. das morgendliche Meditieren oder das Lesen vor dem zu Bett gehen. Solche Menschen stehen im regelmäßigen Austausch mit sich und reflektieren sich. Ihr Inneres gibt Ihnen die Rückmeldung, ob alles gut ist und wenn nicht, was nicht ok ist.

Aber auch bei diesen „bewusst-lebenden“ Menschen können sich neue Gewohnheiten ganz still und heimlich in den Alltag einschleichen. Sie nehmen immer mehr Aufmerksamkeit, Zeit und Energie in Anspruch, zu diesen gehören sicherlich die oben genannten digitalen Systeme. Durch Sie erlebt man eine Faszination. Tag für Tag machen sie sich breiter und übernehmen mehr die Kontrolle über uns. Hierdurch tauchen wir länger und häufiger in die digitale Welt ein.

Mal Hand aufs Herz, wie lange sind Sie täglich im Internet, wie oft schauen Sie aufs Handy, ob eine neue Nachricht gekommen ist oder jemand einen coolen Beitrag bei Instagram oder Pinterest gepostet hat. Es wird uns vermittelt, dass jederzeit unglaublich viele – vermeintlich wichtige – Dinge gleichzeitig passieren. Wenn wir jedoch genau hinsehen, dann sind viele Informationen unwichtig, veraltet oder oft genug fake-news.

Wenn ich die Welt um mich herum betrachte, so beobachte ich oft, wie Menschen in Cafe`s sitzen und anstatt sich zu unterhalten, ist jeder mit seinem Smartphone beschäftigt. Ebenso sehe ich häufig junge Mütter, die Ihre Kinder im Kinderwagen  spazieren fahren und gleichzeitig in ihrem Handy Nachrichten tippen, anstatt sich mit Ihren Kindern zu  unterhalten. Das gleiche ist bei Hundespaziergängen, anstatt die Natur zu betrachten und mal die Seele baumeln zu lassen, wird über in-ear-Kopfhörer mit z.B. der Freundin oder dem Freund telefoniert.

Hier stellt sich doch wirklich die Frage, wie abhängig, ja süchtig, sind wir tatsächlich schon nach den kleinen digitalen Hilfsmitteln?

Wir sehnen uns nach Ruhe! Wir wünschen uns weniger Stress! Wir wollen einfach mal „nicht erreichbar sein“! Manch einer fühlt sich vielleicht sogar als Sklave der modernen, digitalen Welt!

Es ist nicht leicht, Abstand zur digitalen Welt zu schaffen, auf Entzug zu gehen. Aber versuchen Sie es doch einfach einmal in den eigenen vier Wänden auf die digitale Welt zu verzichten… Nach nur wenigen Tagen werden Sie merken, dass Ihre Gedanken wieder klarer werden, dass es leiser um Sie herum wird, Ihr Stresslevel sinkt und Sie sich freier und ausgeglichener fühlen. Sie haben wieder mehr Zeit für Dinge zur Verfügung, die Ihnen z.B. vor der digitalen Zeit wichtig waren, wie z.B. Meditation, Spaziergänge, gemeinsame intensive Zeit mit Ihren Lieben oder mit guten Freunden, Lesen…..

Und vor allem gewinnen Sie die Kontrolle über Ihr eigenes Leben wieder. Dann werden Sie zum Dirigenten Ihres Lebens

In diesem Sinne –

Offline – do not distrub!

Probieren Sie es aus. Teilen Sie mir Ihre Erfahrungen gerne mit!!

Wann Freunde wichtig sind

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„Freunde sind wichtig
zum Sandburgenbauen,
Freunde sind wichtig
wenn andre dich hauen,
Freunde sind wichtig
zum Schneckenhaussuchen,
Freunde sind wichtig
zum Essen von Kuchen.

Vormittags, abends,
im Freien, im Zimmer …
Wann Freunde wichtig sind?
Eigentlich immer!“

aus: Georg Bydlinski, Wasserhahn und Wasserhenne

Heute bin ich beim Ausmisten meines Bücherschranks auf dieses Gedicht gestoßen, welches wir damals im Kindergarten (vor ca. 20 Jahren) ausgehändigt bekommen hatten.

Ich habe länger darüber nachgedacht, wie wichtig ehrliche Freunde im Leben eines jeden sind. Es gibt Menschen, die haben 100erte Freunde z.B. auf Facebook oder anderen social media Einrichtungen, wie z.B. Instagram, Pinterest oder Twitter. Andere, die kennen den Herrn oder Frau sowieso mit dem haben sie mal ein paar Worte gewechselt. All das aber meine ich nicht, solche Beziehungen verstehe ich unter Bekannte oder sogar flüchtige Bekannte, aber nicht Freunde.

Meine wirklichen Freunde kann ich an einer Hand abzählen, aber wenn es darauf ankommt, sind sie für mich da. Ich kann über meine glücklichen Gedanken und Erlebnisse berichten, wie auch über meine trüben. Ich kann weinen, trauern, wütend, deprimiert und verzweifelt sein, sie hören mir zu und machen mir Mut. Sie sind einfach da! Sie be- und verurteilen nicht. Ich darf so sein, wie ich bin ohne mich verstellen zu müssen aus Angst es wird irgendwann einmal gegen mich verwendet.

„Der Schlüssel zum Herzen muss behutsam weiter gegeben werden“ dies wurde mir vor langer Zeit von einer lieben Frau empfohlen.

Leider musste ich die Erfahrung machen, dass nur noch wenige Menschen bereit sind für eine ehrliche, aufrichtige und nicht-verletzende Freundschaft. Meist geht es um Macht, besser sein zu wollen, um Neid und Gier.

Manche Menschen haben es leider nie (in Ihrer Kindheit) gelernt Nähe zuzulassen. Sie wurden bereits als Kleinkinder von ihren engsten Bezugspersonen nicht in der Art und Weise angenommen und geliebt, wie sie es sich gewünscht haben. Dabei entstanden tiefgreifende Verletzungen und um diese nicht noch einmal zu spüren / zu erleben reagieren sie verletzend und abweisend. Hier kommt ein Teufelskreis zustande, der Wunsch nach Nähe, sich öffnen zu können und die enorme Angst verletzt zu werden. Dieses Persönlichkeitsmuster kann nur therapeutisch aufgelöst werden.  In unserer hektischen und schnelllebigen Zeit reflektieren nur noch wenige über ihr Verhalten, Ihre Gefühle und Empfindungen.

Was ich sehr schade finde, denn „wann sind Freunde wichtig – eigentlich immer!“

Ich bin unendlich dankbar für meine Freunde!

Übrigens Freundschaften müssen auch gepflegt werden, wie ein Blume, damit sie wächst und gedeiht.