Zu viel zu tun?

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Zurzeit betreue ich eine Klientin, die mir bereits bei unserer ersten Begegnung eine „Un“-Menge an Informationen, Aufgaben und Problemen mitgeteilt hat.

Sie wurde, während Sie mir all das erzählte, immer schneller im Reden, Ihre Stimme vibrierte zum Teil und wurde lauter. Sie wechselte die Themenbereiche so rasch, dass ich große Schwierigkeiten hatte überhaupt mitzukommen. Weiterhin bemerkte ich, dass während unserer Unterhaltung Ihr Handy ständig vibrierte und Sie immer wieder das Handy aus der Tasche nahm und kontrollierte welche Nachricht eingegangen waren. Die Frau strahlte eine extreme Unruhe aus.

Als ich Sie darauf ansprach, dass Sie so viele Themen momentan zu bearbeiten hat, dass Sie wahrscheinlich gar nicht weiß, wo Sie anfangen soll, brach Sie in Tränen aus. Ich hatte Ihr Problem erkannt und benannt.

Sie redete dann noch eine ganze Zeit weiter und benannte weitere Probleme und wiederholte aber auch schon zuvor benannte Probleme nochmals, die Sie beschäftigen.

Am Ende unserer Sitzung teilte ich Ihr wohlwollend mit, dass Sie vor einem Berg an Aufgaben steht  mit deren Bewältigung Sie momentan alleine überfordert ist. Ich teilte Ihr mit, dass Sie Ihre Probleme und Aufgaben ein wenig strukturieren sollte. Sie schaute mich fragend und überfordert an.

Ich schlug Ihr als „Hausaufgaben“ vor all diese Themen auf ein Blatt Papier zu schreiben, Punkt für Punkt. Zunächst so wie sie Ihr in den Kopf kommen, komplett ohne Bewertung.

Z.B.

  1. Arzt-Termin ausmachen
  2. Katzenklo reinigen
  3. Bügeln
  4. Post öffnen und sortieren
  5. Müll entsorgen
  6. etc.

Danach sollte Sie sich die Liste nochmals vornehmen und die einzelnen Punkte mit einer Wichtigkeit priorisieren.

Arzt-Termin ausmachen  1
Post öffnen und sortieren  2
Katzenklo reinigen  3

Etc.

In einer unserer nächsten Sitzung schlug ich Ihr vor, dass Sie für jeden erledigten Punkt sich etwas Schönes als Belohnung ausdenken sollte und diesen erledigten Punkt dick und fett durchstreicht.

Arzt-Termin ausmachen  – mit der Freundin Cafe trinken gehen

Sie erhält somit einen Anreiz und eine Belohnung für erledigte Themen und wird motiviert weitere Themenpunkte abzuarbeiten.

Der Anfang ist schwer, aber wenn man dies kontinuierlich bearbeitet wird der Berg nach und nach kleiner und überschaubarer und man bekommt wieder neue Lebensenergie.

Man hat sein Leben mit all seinen Themen wieder in der Hand und nicht umgekehrt.

Man wird wieder zum Dirigenten seines Lebens!

Sollten Sie Unterstützung bei der Bewältigung Ihres „Berges“ benötigen, ich begleite Sie gerne!

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