Eine Aufforderung mutig zu leben

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Nach einer Weile lernst du den feinen Unterschied kennen zwischen dem Halten einer Hand und dem Fesseln einer Seele.

Und du lernst, dass Liebe nicht anlehnen heißt und dass Kameradschaft nicht Sicherheit bedeutet und du lernst, dass Küsse keine Verträge sind und Geschenke keine Versprechen.

Du beginnst deine Niederlagen zu akzeptieren mit erhobenem Haupt und offenen Augen, mit dem Anmut einer Frau oder eines Mannes, nicht mit dem Kummer eines Kindes.

Und du lernst deine Straßen auf das Heute zu bauen, weil der Boden des Morgen zu unsicher ist für Pläne und Zukünfte manchmal mitten im Flug abstürzen.

Nach einer Weile lernst du, dass selbst Sonnenschein verbrennt, wenn du zu viel davon kriegst. Deshalb, pflanze deinen eigenen Garten und schmücke deine eigene Seele, anstatt auf jemanden zu warten, der dir Blumen bringt.

Und du lernst, dass du wirklich durchhalten kannst.
Und du lernst, dass du stark bist.
Dass du wertvoll bist.
Und du lernst und lernst… Mit jedem Abschied lernst du.

Ein wunderschönes Gedicht von „Veronica Shoffstall

Ich bin auf dieses Gedicht beim Lesen eines Buches gestoßen und wollte dies gerne mit Ihnen teilen.

Je öfters ich dieses Gedicht lese, um so mehr verstehe ich, was alles in diesen Sätzen versteckt ist.

Ich hoffe ich konnte auch Sie mit diesem Gedicht ein klein wenig zum Nachdenken anregen.

Haben Sie auch schon den größten Teil Ihrer Neujahrsvorsätze über den Haufen geworfen?

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Es ist doch immer wieder das Gleiche, zu Silvester nehmen wir uns immer wieder gute Vorsätze vor, die dann schon nach wenigen Wochen der Vergangenheit angehören. Was bleibt ist meist nur das schlechte Gewissen.

Hier ein paar Tipps,  wie Du dein Ziel erreichen kannst, was dir beim Durchhalten hilft:

  • Du solltest Dich fragen ist denn dein Ziel wirklich dein Ziel? Möchtest du z.B. wirklich abnehmen und dich gesünder ernähren? Welcher Nutzen steckt denn dahinter?
  • Vor allem solltest du dein Ziel klar definieren. Abnehmen, gesünder ernähren sind vage Formulierungen. Du könntest z.B. festlegen, dass du in diesem Jahr insgesamt 6 kg abnehmen möchtest, sprich jeden Monat 0,5 kg. Genauso könntest du festlegen, dass du z.B. nur noch ein Mal pro Woche Fleisch und Fisch isst. Z.B. nur noch Freitags Fisch und Sonntags Fleisch. Die anderen Tage verzichtest du auf diese Produkte.
  • „So tun als ob“ nach Hans Vaihinger
    Stellt dir vor du hättest dein Ziel bereits erreicht, versuche dir das mit allen Sinnen vorzustellen, wie das wäre.
    Du bist 6 kg leichter; du passt wieder in dein Klamotten; der Bikini steht dir sagenhaft; die Männer drehen sich nach dir um; das joggen fällt dir leichter; du bist nicht so schnell aus der Puste; du stehst vor dem Spiegel und findest dich toll…..
  • Du solltest dafür sorgen, dass dein Umfeld dich unterstützt. Wenn du nur noch Freitags Fisch essen möchtest, solltest du das in deiner Familie kommunizieren. Es fällt dir natürlich einfacher, wenn sich der Rest der Familie auch daran hält.
    Genauso kannst du dich austricksen, wenn du erst gar keine Süßigkeiten mehr einkaufst, so sind auch keine im Haus und du kommst erst gar nicht in die Versuchung.
    Kommuniziere es auch in deinem Freundeskreis und bei deinen Arbeitskollegen und bitte sie um Unterstützung.
    Man findet im Internet genügend gesunde Pausensnacks. Z.B. https://eatsmarter.de/rezepte/energiekugeln-datteln,
    ohne zugesetzten Zucker, die Energie liefern und sättigen.
  • Praktiziere dein Vorhaben regelmäßig, erlaube dir nie mehr als 2 aufeinanderfolgende Aussetzer.
    Wenn du an einem Tag zu einem Geburtstag eingeladen bist und dein Ziel dich gesund zu ernähren übergangen hast, indem du nicht auf Kuchen, Torten, Braten mit Soße, etc. verzichtet hast, so sollte du am nächsten Tag nicht zur Einweihungsfeier deiner Kollegin gehen und dort auch Kuchen, Torten…. essen.
    Ansonsten fällt dein Gehirn wieder in die alten Gewohnheiten zurück und es ist extrem schwer den inneren Schweinehund zu überwinden und von vorne zu beginnen.
    „Don`t break the chain Methode“ von Jerry Seinfeld.
  • Motiviere dich selbst
    Notiere dir jeden Tag im Kalender, wenn du dein Ziel erreicht hast, z.B. auf Fleisch und Fisch verzichtet hast, oder dein Gewicht sich reduziert hat. Wenn du nach einiger Zeit die Haken oder Smileys im Kalender siehst, ist es eine wahnsinnige Motivation weiter zu machen.
  • Nicht alles auf einmal – Überfordere dich nicht!
    Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor, wenn du abnehmen, dich gesund ernähren, Englisch lernen, Klavierspielen lernen, ein Buch pro Woche lesen….möchtest.
    Das ist viel zu viel. Ein Schritt nach dem anderen.
    Es dauert eine gewisse Zeit, bis sich ein neues Ziel etabliert hat und unser Gehirn sich daran gewöhnt hat.
    Wenn du dir zu viel vornimmst, sind meist alle Ziele zum Scheitern verurteilt.

Was bleibt ist wie geschrieben, das schlechte Gewissen es wieder einmal nicht geschafft zu haben.

Viel Erfolg bei der Umsetzung und viel Durchhaltevermögen wünsche ich dir!

 

 

Ihr Bankkonto des Lebens 86.400 Sekunden

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Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie mit Ihrer Bank einen Deal vereinbart hätten. Jeden Tag überweist Ihnen Ihre Bank 86.400 Euro auf Ihr Konto. Klar, jeder Deal verpflichtet beide Vertragspartner zu etwas, so dass es Ihre Pflicht ist, das Geld heute auszugeben. Sie können also nichts ansparen, denn zum Ende des Tages wird Ihr Konto wieder auf null gestellt, um gleich darauf eine neue Überweisung zu bekommen. Es ist Ihnen auch nicht möglich, das Geld auf ein anderes Konto zu überweisen oder so etwas ähnliches, alles was Ihnen möglich ist, ist dieses Geld hier und heute in bar auszugeben.
Einen kleinen Haken hat der Vertrag noch: Er ist nur einseitig kündbar und zwar nur von Seiten der Bank. Diese hat sich also verpflichtet, Ihnen täglich aufs Neue diesen Betrag auf Ihr Konto zu überweisen, damit Sie ihn ausgeben können, wie Sie es für richtig halten. Wann allerdings damit Schluss ist, weiß nur die Bank. Jederzeit könnte es Sie treffen: Das Spiel kann aus sein und Sie stehen mit leeren Händen da.

Was würden Sie tun?

Die Frage aller Fragen lautet nun also: Was würden Sie tun? Sie würden sich vielleicht im ersten Rausch zunächst einmal alle Wünsche erfüllen, die Sie jemals hatten. Jedes Bedürfnis, das Sie in sich verspüren, wird nun endlich erfüllt. Danach kämen bestimmt die Wünsche und Bedürfnisse all Ihrer Lieben daran. Gut die Reihenfolge kann auch variieren. Wenn Ihnen und den Ihren nichts mehr einfällt, was Sie brauchen, würden Sie danach vielleicht auch wildfremden Menschen Dinge kaufen, auf jeden Fall würden Sie versuchen, jeden Cent auszugeben und ihn auszunutzen, oder?

Die Bank des Lebens

Ist Ihnen bewusst, dass es diesen Vertrag tatsächlich gibt? Jeden einzelnen Tag Ihres Lebens sind Sie genau in dieser Rolle des Kunden der Bank des Lebens. Jeden Tag stellt Ihnen diese Bank genau 86.400 Sekunden Lebenszeit zur Verfügung. Einfach so, ohne Gegenleistung. Jeden Abend, wenn Sie einschlafen, wird Ihnen die Restzeit nicht einfach gutgeschrieben. Sie verfällt und am nächsten Tag geht alles wieder von vorne los. Was Sie an jedem einzelnen Ihrer Lebenstage nicht gelebt haben geht Ihnen für immer verloren – gestern ist vergangen. Auch die letzte Bedingung ist die Gleiche. Die Bank des Lebens kann jederzeit Ihr Lebenskonto auflösen – ohne Vorwarnung.

Lebenszeit

Sind Sie denn nicht auch der Meinung, dass es bei allen Verpflichtungen, Zielen und Karriereplänen auch darauf ankommt, Ihr tägliches Guthaben an Lebenszeit gewinnbringend für Sie auszugeben? Möchten Sie nicht einen Teil Ihrer 86.400 Sekunden damit verwenden, sich selbst und den Menschen in Ihrem Leben Gutes zu tun? Wünsche zu erfüllen? Bedürfnisse zu befriedigen?

Was machst du „HEUTE“ mit deinen täglichen 86400 Sekunden? 

Sind sie nicht viel mehr wert, als die gleiche Menge an Euro?

Also fang an DEIN Leben zu leben!! Und nicht gelebt zu werden!

Zu viel zu tun?

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Zurzeit betreue ich eine Klientin, die mir bereits bei unserer ersten Begegnung eine „Un“-Menge an Informationen, Aufgaben und Problemen mitgeteilt hat.

Sie wurde, während Sie mir all das erzählte, immer schneller im Reden, Ihre Stimme vibrierte zum Teil und wurde lauter. Sie wechselte die Themenbereiche so rasch, dass ich große Schwierigkeiten hatte überhaupt mitzukommen. Weiterhin bemerkte ich, dass während unserer Unterhaltung Ihr Handy ständig vibrierte und Sie immer wieder das Handy aus der Tasche nahm und kontrollierte welche Nachricht eingegangen waren. Die Frau strahlte eine extreme Unruhe aus.

Als ich Sie darauf ansprach, dass Sie so viele Themen momentan zu bearbeiten hat, dass Sie wahrscheinlich gar nicht weiß, wo Sie anfangen soll, brach Sie in Tränen aus. Ich hatte Ihr Problem erkannt und benannt.

Sie redete dann noch eine ganze Zeit weiter und benannte weitere Probleme und wiederholte aber auch schon zuvor benannte Probleme nochmals, die Sie beschäftigen.

Am Ende unserer Sitzung teilte ich Ihr wohlwollend mit, dass Sie vor einem Berg an Aufgaben steht  mit deren Bewältigung Sie momentan alleine überfordert ist. Ich teilte Ihr mit, dass Sie Ihre Probleme und Aufgaben ein wenig strukturieren sollte. Sie schaute mich fragend und überfordert an.

Ich schlug Ihr als „Hausaufgaben“ vor all diese Themen auf ein Blatt Papier zu schreiben, Punkt für Punkt. Zunächst so wie sie Ihr in den Kopf kommen, komplett ohne Bewertung.

Z.B.

  1. Arzt-Termin ausmachen
  2. Katzenklo reinigen
  3. Bügeln
  4. Post öffnen und sortieren
  5. Müll entsorgen
  6. etc.

Danach sollte Sie sich die Liste nochmals vornehmen und die einzelnen Punkte mit einer Wichtigkeit priorisieren.

Arzt-Termin ausmachen  1
Post öffnen und sortieren  2
Katzenklo reinigen  3

Etc.

In einer unserer nächsten Sitzung schlug ich Ihr vor, dass Sie für jeden erledigten Punkt sich etwas Schönes als Belohnung ausdenken sollte und diesen erledigten Punkt dick und fett durchstreicht.

Arzt-Termin ausmachen  – mit der Freundin Cafe trinken gehen

Sie erhält somit einen Anreiz und eine Belohnung für erledigte Themen und wird motiviert weitere Themenpunkte abzuarbeiten.

Der Anfang ist schwer, aber wenn man dies kontinuierlich bearbeitet wird der Berg nach und nach kleiner und überschaubarer und man bekommt wieder neue Lebensenergie.

Man hat sein Leben mit all seinen Themen wieder in der Hand und nicht umgekehrt.

Man wird wieder zum Dirigenten seines Lebens!

Sollten Sie Unterstützung bei der Bewältigung Ihres „Berges“ benötigen, ich begleite Sie gerne!