Sind Sie auch im Stress?

Stress
Wer kennt nicht das Gefühl, „im Stress“ zu sein. Jeder zweite Deutsche fühlt sich mindestens einmal in der Woche gestresst. Stress wird häufig als Krankheit der Gegenwart bezeichnet, deren Folgekosten auf über 30 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt werden.
Die Ursachen für den Stress können vielfältig sein: Sie liegen z. B. in der zunehmenden Belastung am Arbeitsplatz, am morgendlichen Stau auf dem Weg zur Arbeit, an familiären Auseinandersetzungen, am permanenten Zeitdruck oder am dauernden Lärm. Mittlerweile kennen wir nicht nur Arbeitsstress, sondern auch Beziehungsstress, Prüfungsstress und sogar Freizeitstress! Schon Grundschüler haben zuweilen volle Terminkalender und verspüren Leistungsdruck (lt. einer Studie der Universität Bielefeld 2015).
Menschen fühlen sich überfordert und reagieren gereizt, nervös, ärgerlich oder mit Niedergeschlagenheit und Ohnmacht.

Es ist wichtig zu erkennen, dass Stress zum Leben dazugehört und richtig dosiert sogar positive Aspekte aufweist: Stress spornt zu körperlichen und geistigen Höchstleistungen an und ist Basis für Erfolgserlebnisse, Glücksgefühle, Schwung und Vitalität.

Stress, als Reaktion auf Stressoren, ist eine angeborene und/oder erworbene Reaktion, die es den Menschen ermöglicht, sich schnell auf veränderte Lebensumstände einzustellen.

Wie der Einzelne auf Stressoren reagiert, ist auf das Zusammenspiel zwischen den situativen Anforderungen und der individuellen Bewertung zurückzuführen.

Menschen können objektiv gleiche Anforderungen oder Belastungen, subjektiv unterschiedlich empfinden.

Ob eine bestimmte Stress-Situation als negativ oder positiv erlebt wird, ist nicht immer vorhersehbar. Was einen gestern noch vollkommen ruhig gelassen hat, kann einen heute vollkommen aus dem Gleichgewicht werfen.

Vereinfacht dargestellt besteht Stress
aus drei
Komponenten: 

  1. Stressor (Auslöser)
    a) physisch: Schmerz, Hitze, Träume, übervoller Magen, Schichtdienst,
    Reizüberflutung, Bewegungsmangel
    b) psychisch: Partnerschaft, Familie, Umfeld, Angst, Kummer, Konflikte,
    Bedrohung, Termindruck, Fremdbestimmung, Konkurrenzkampf
    c) sozial: Leistungsanforderung, Überlastung;
    d) Arbeit: Leistungsanforderung, Überlastung, Störung (Großraumbüro)
    e) Negative Gedanken: Es allen recht machen wollen, sich als Versager fühlen,
    immer nur das Schlimmste erwarten
  2. Stressverstärker
    Motive und Einstellungen: Perfektionismus, kontrollierendes
    Verhalten, Selbstüberforderung und Ungeduld
  3. Stressreaktion
    = körperliche und/oder psychische Aktivierung
  • Zu einer aktiven Stressbewältigung gehören:
     Analyse der persönlichen Ausgangssituation

 Kennenlernen verschiedener Methoden der Stressbewältigung

 Auswahl von geeigneten Maßnahmen und Einsatz in konkreten Situationen

 Entwicklung eines persönlichen Antistressprogramms

 Laufende Überprüfung, ob die angewandten Maßnahmen wirksam bleiben

Welche Strategien hatten Sie bisher, um mit Stress besser umzugehen?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass es keine Patentlösung zur Stressbewältigung gibt. Was der eine als optimale Stressbewältigungsmethode empfindet, hilft dem anderen überhaupt nicht. Was im Berufsalltag erfolgreich angewandt wird, versagt vielleicht im Familienleben.

Wichtig jedoch ist, dass Sie merken, dass Sie im Stress sind und sich durch geeignete Methoden einen Ausgleich verschaffen und nicht nach und nach in den Burnout rutschen.
Ich kann Ihr Arbeitsklima natürlich nicht verbessern, die hohe Erwartungshaltungen Ihrer Vorgesetzten nicht reduzieren oder gar familiäre Probleme lösen. Ich kann Ihnen aber Techniken mitgeben, wie Sie Ihr persönliches Umfeld wieder anders wahrnehmen können und welche Möglichkeiten es gibt, die Säulen, die Ihr Lebensfundament tragen, wieder zu stärken.

So haben Sie die Möglichkeit, wieder gelassener und selbst-bestimmter mit Ihren Sorgen und Problemen umzugehen, Ihrem Leben aktiv einen neuen Sinn zu geben und so Ihre Lebensfreude- und qualität wiederzufinden.

Werden Sie zum Dirigenten Ihres Lebens und lassen Sie nicht Ihr Leben von anderen dirigieren. Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, können Sie gerne auf mich zukommen! Ich nehme mir gerne Zeit für Sie!

P.S. einen Film, den ich Ihnen in diesem Zusammenhang sehr empfehlen möchte, können Sie unter folgendem Link: http://www.bueronymus.de/2018/10/02/filmtipp-der-kapitalismus-des-traums/ noch bis 07.11.2018 online ansehen.

Die Liebe des Lebens verloren?!

divorce-619195_1920Ich hatte vor kurzem eine sehr interessante und beeindruckende, aber auch sehr traurige Sitzung mit einer Klientin.

Die Frau hatte sich vor vielen Jahren in einen Mann verliebt, wie sie mir berichtete, war das der Mann ihres Lebens. Er trug sie auf Händen, was ihr aus ihrem bisherigen Leben, vor allem aus ihrer Kindheit völlig unbekannt war. Er las ihr die Wünsche von den Lippen ab, wie man so schön sagt.
Als Beispiel gab es immer frische Blumen auf dem Tisch. In der Kindheit hingegen wurde sie von ihren Eltern nicht gesehen, geschweige denn ihr Tun anerkannt oder wertgeschätzt. Sie wurde verbal, vor allem von ihrer Mutter, bis ins Tiefste verletzt.

Diese Frau hat sich einen Beruf ausgesucht, bei dem sie anderen Menschen helfen kann. Sie bekommt  sowohl von ihren Kolleginnen und Kollegen, als auch von ihren „Patienten“ viel Anerkennung, Lob und Wertschätzung, was sie innerlich (be)stärkt und aufbaut und ihr die Bestätigung gibt, nach der sie sich so viele Jahre gesehnt hatte.  Die Gefahr dabei ist jedoch, dass man die eigenen Grenzen nicht beachtet und sich übernimmt; förmlich ausbrennt bei seiner Arbeit und der damit verbundenen Anerkennung.

Vor ein paar Jahren hatte sie dann auch einen burnout. Sie hat in der darauf folgenden Zeit gelernt, „NEIN“ zu sagen und auf ihre eigenen Grenzen zu hören. Das war kein leichter Weg und sie wird immer wieder auf die Probe gestellt.

Durch das Aufgehen in ihrer Arbeit hat sie überhaupt nicht bemerkt, wie es ihrem „Traummann“ ging. ER bekam nicht die notwendige Bestätigung bei seiner Arbeit. Ganz im Gegenteil, der Druck, psychischer Druck und Leistungsdruck, wurden immer größer. Zu Hause wurde er und auch sein Tun von seiner völlig überarbeiteten Partnerin nicht gesehen. Somit bekam er weder bei der Arbeit, noch von seiner Ehefrau die Anerkennung und Wertschätzung, die auch er gebraucht hätte.

Aus meiner Erfahrung können die wenigsten Männer ihre Wünsche und Sehnsüchte, Gefühle, Sorgen, Kummer, all das, was ihnen auf dem Herzen liegt, nicht oder nur ganz selten äußern.

Leider kam dann eine neue Frau ins Spiel, die ihm all das gab, wonach auch er sich gesehnt hatte.

Rückblickend kamen meiner Klientin bei diesem Gespräch und meinen vielen Nachfragen öfters die Tränen in die Augen. Aus diesem Blickwinkel hatte sie das Ende der Beziehung bisher nicht gesehen.  Aus dem „Schuft“, der sich eine Affäre „sucht“, mit der er ein neues Leben aufbaut, verbunden mit den ganzen Gefühlen wie Wut, Hass, Ärger, Trauer…. kam es zu dem Gedanken über den liebenswerten Menschen, der er einmal für sie war.

Nehmen Sie sich Zeit auch Ihre Partnerschaft zu pflegen und zu sehen,

-Wie geht es dem anderen?

-Was braucht der andere gerade?

-Was belastet ihn oder die Partnerschaft?

-Welche Wünsche und Sehnsüchte hat er oder sie?

Beachten Sie dabei, dass Frauen oft eine allerbeste Freundin haben, mit der sie über all das sprechen können. Männer sprechen über solche Themen mit ihren Freunden eher selten.

Eine Partnerschaft /Beziehung/ Ehe ist schnell zerstört. Wie lange braucht es dann wieder, jemanden Neues zu finden, Vertrauen aufzubauen und den Schlüssel zum Herzen dem anderen zu übergeben.

Lassen Sie es nicht soweit kommen.

Wenn Sie Gesprächsbedarf haben, um eventuell auch einen anderen Blickwinkel zu bekommen, kommen Sie gerne auf mich zu. Ich nehme mir gerne Zeit für SIE.